Gemeine Esche ist Baumdes Jahres 2027

Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior Linné, 1753) gehört zu den eindrucksvollsten heimischen Laubbäumen. Mit ihrer hoch aufstrebenden Krone, dem geraden Stamm und den charakteristischen schwarzen Knospen ist sie eine unverwechselbare Erscheinung unserer Landschaft. Als Baum der feuchten Auen und Bachläufe ist sie ebenso bekannt wie als Begleiterin steiniger Hänge und nährstoffreicher Waldböden. Ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit zeigt sich auch in ihrer Jugend: Junge Eschen können lange im Schatten anderer Bäume überdauern und bei ausreichendem Lichtangebot mit einem außergewöhnlich schnellen Höhenwachstum reagieren.

Doch die Esche steht heute vor einer besonderen Herausforderung. Das Eschentriebsterben hat ihre Bestände in Europa erheblich verändert. Seit der Ausbreitung der Krankheit Anfang der 2000er-Jahre sind vielerorts zahlreiche Bäume abgestorben. Mit der Wahl zum Baum des Jahres 2027 rückt eine Baumart in den Mittelpunkt, deren Zukunft noch keineswegs entschieden ist. Denn zwischen den geschädigten Bäumen finden sich immer wieder vitale Individuen, die Anlass geben, genauer hinzusehen und die natürliche Verjüngung nicht aus dem Blick zu verlieren.

Verbreitung und Standortansprüche

Die Gemeine Esche ist in weiten Teilen Europas heimisch. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von den Britischen Inseln über Mittel- und Osteuropa bis in Teile Skandinaviens und nach Vorderasien. Innerhalb ihres Verbreitungsgebietes besiedelt sie sehr unterschiedliche Standorte. Besonders wohl fühlt sie sich auf frischen bis feuchten, nährstoffreichen Böden. Typische Lebensräume sind Auwälder, Bachläufe, feuchte Hangfußlagen und Schluchten.

Bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, auch auf zeitweise trockeneren oder flachgründigen Standorten zu bestehen. Gerade an solchen Extremstandorten kann sie sich gegenüber konkurrenzstärkeren Baumarten behaupten.

Ihre Lichtansprüche verändern sich mit zunehmendem Alter. Junge Eschen sind ausgesprochen schattentolerant und können über viele Jahre unter einem geschlossenen Kronendach überdauern. Wird der Bestand aufgelichtet, reagieren sie häufig mit einem kräftigen Höhenwachstum. Im späteren Alter benötigt die Esche dagegen zunehmend Licht und eine ausreichend freie Krone.

Diese Veränderung der Lichtansprüche ist für die Entwicklung und Pflege von Eschenbeständen ebenso interessant wie für die Beurteilung spontan aufkommender Jungbäume.

Das Eschentriebsterben – eine Herausforderung für die Zukunft

Kaum eine andere Erkrankung hat das Erscheinungsbild unserer heimischen Eschenbestände in den vergangenen Jahrzehnten so stark verändert wie das Eschentriebsterben. Verursacht wird die Erkrankung durch den Schlauchpilz Hymenoscyphus fraxineus. Der ursprünglich aus Ostasien stammende Pilz hat sich in Europa ausgebreitet und befällt insbesondere Blätter und junge Triebe. Typische Symptome sind Blattverfärbungen, abgestorbene Zweige, Kronenverlichtungen und Rindennekrosen. Im weiteren Verlauf kann es zu umfangreichen Kronenschäden und zum Absterben ganzer Bäume kommen.

Besonders problematisch ist, dass geschädigte Eschen häufig über mehrere Jahre hinweg an Vitalität verlieren. Dadurch können zusätzliche Schadorganismen und holzzersetzende Pilze begünstigt werden.

Nicht jede Esche reagiert gleich

Trotz des erheblichen Schadgeschehens gibt es immer wieder Eschen, die vergleichsweise vital bleiben. Untersuchungen zeigen, dass die unterschiedliche Reaktion auf den Krankheitserreger zumindest teilweise genetisch bedingt ist. Eine vollständige Resistenz ist bislang nicht nachgewiesen. Dennoch sind diese vitalen Individuen von besonderem Interesse. Sie können wichtige Ausgangspunkte für weitere Untersuchungen und die Sicherung genetischer Vielfalt sein.

Konsequenzen für das Baum-Management

Für die praktische Baumkontrolle bedeutet das Eschentriebsterben eine besondere Herausforderung. Nicht allein die Zugehörigkeit zur Baumart entscheidet über die erforderlichen Maßnahmen. Vielmehr müssen Vitalität, Schadensentwicklung, Kronenzustand, Holzqualität und die jeweilige Verkehrssituation beurteilt werden.

Ein geschädigter Baum ist nicht automatisch ein verkehrsunsicherer Baum. Umgekehrt können abgestorbene Kronenteile oder fortschreitende Holzschäden konkrete Gefährdungen darstellen. Eine regelmäßige, fachkundige Kontrolle und eine sorgfältige Einzelfallentscheidung sind daher besonders wichtig.

Die Zukunft der Esche hängt nicht allein von der Bekämpfung einer Krankheit ab. Ebenso wichtig sind der Erhalt vitaler Individuen, die Beobachtung natürlicher Verjüngung und die Bereitschaft, geeignete Bäume langfristig zu fördern.

Dendrologische Notizen

Die Gemeine Esche gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Sie ist ein sommergrüner, kräftig wachsender Laubbaum und erreicht unter günstigen Bedingungen Höhen von 30 bis 40 Metern. Besonders alte Exemplare können mehrere Jahrhunderte alt werden. Ihr Erscheinungsbild verändert sich im Laufe des Lebens deutlich. Junge Bäume wachsen zunächst ausgesprochen geradstämmig und investieren viel Energie in das Höhenwachstum. Erst mit zunehmendem Alter entwickelt sich eine ausladende Krone mit kräftigen Seitenästen.

Die gegenständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter bestehen gewöhnlich aus 7 bis 15 Fiederblättchen. Sie treiben relativ spät im Frühjahr aus. Im Herbst verfärben sie sich häufig nur wenig und fallen oftmals nahezu unverändert ab. Ein besonders auffälliges Merkmal sind die schwarzen, samtig wirkenden Winterknospen. Zusammen mit den gegenständigen Zweigen ermöglichen sie auch im unbelaubten Zustand eine recht sichere Bestimmung.

Die zunächst glatte, graugrüne Rinde entwickelt mit zunehmendem Alter eine charakteristische Netzborke. Das Eschenholz gehört zu den wertvollen heimischen Edellaubhölzern. Es zeichnet sich durch eine hohe Elastizität, Festigkeit und Schlagzähigkeit aus.

Ein Gedanke zur Zukunft der Esche

Vielleicht sollten wir bei der Esche unseren Blick etwas verändern. Die Diskussion um das Eschentriebsterben ist wichtig und notwendig. Sie darf aber nicht dazu führen, dass wir die verbliebenen Bäume und insbesondere die natürliche Verjüngung aus den Augen verlieren.

Gerade die Fähigkeit der Esche, sich selbständig auszubreiten, eröffnet Möglichkeiten, die wir im urbanen Baummanagement stärker berücksichtigen könnten. Wo sich ein junger Baum an einem geeigneten Standort von selbst entwickelt, sollte nicht automatisch die Frage gestellt werden, ob er dort überhaupt erwünscht ist. Vielleicht ist es vielmehr sinnvoll, seine Entwicklung zu begleiten, ihn frühzeitig in ein Baumkataster aufzunehmen und ihm die gleiche Aufmerksamkeit wie einem gepflanzten Jungbaum zukommen zu lassen.

Natürlich muss jeder Standort fachlich beurteilt werden. Nicht jeder Wildaufwuchs wird zu einem geeigneten Zukunftsbaum. Aber diejenigen, die gute Voraussetzungen mitbringen, verdienen eine Chance. Denn vielleicht sind es gerade diese unauffällig aufgewachsenen Bäume, die sich langfristig an ihrem Standort besonders gut etablieren.

Die Zukunft der Esche beginnt nicht erst mit der nächsten Pflanzaktion. Sie wächst möglicherweise schon heute ganz von allein.

Fällungen sind nicht gleich Bestandsreduzierung

Auch ein Blick in die Praxis ist interessant. Die über viele treeSPOT-Accounts zusammengeführten Baumkataster enthalten derzeit rund 315.000 Bäume. Etwa 11.000 davon sind Eschen. Das entspricht einem Anteil von rund 3,5 Prozent am dokumentierten Baumbestand. Besonders interessant wird die Betrachtung bei den dokumentierten Fällungen der vergangenen zehn Jahre. Rund 900 Eschen wurden in diesem Zeitraum als gefällt registriert. Bezogen auf den erfassten Eschenbestand entspricht dies rechnerisch einem Anteil von etwa 8,2 Prozent. Bei allen Baumarten zusammen liegt der entsprechende Wert bei rund 7,9 Prozent.

Fällungen sind nicht gleich Bestandsreduzierung

Zunächst scheint der Unterschied zwischen Esche und dem gesamten Baumbestand gering. Der Anteil dokumentierter Fällungen liegt bei der Esche lediglich rund 0,3 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Baumarten. Angesichts der intensiven Diskussion um das Eschentriebsterben ist das durchaus bemerkenswert.

Doch was bedeuten diese Zahlen für die Entwicklung unserer Baumbestände?

Eine Fällung bedeutet zunächst einen Abgang. Ob daraus eine dauerhafte Bestandsreduzierung entsteht, hängt entscheidend davon ab, ob der verlorene Baum durch eine Neupflanzung oder natürliche Verjüngung ersetzt wird. Ein gefällter Baum muss also nicht zwangsläufig zu einem dauerhaft kleineren Baumbestand führen. Umgekehrt kann ein Bestand trotz umfangreicher Pflanzaktivitäten schrumpfen, wenn die Zahl der Abgänge die Zahl der erfolgreich etablierten neuen Bäume übersteigt.

Eine über zehn Jahre dokumentierte Fällungsquote von rund 8 Prozent ist deshalb nicht unbedenklich. Sie macht deutlich, welche Bedeutung eine konsequente Strategie zur Bestandserneuerung hat. Sollen Baumbestände langfristig erhalten oder vergrößert werden, müssen die Abgänge mindestens durch entsprechend viele neue, dauerhaft etablierte Bäume ausgeglichen werden. Das ist für Kommunen und andere Baumeigentümer auch eine wirtschaftliche Herausforderung. Baumpflanzungen verursachen Kosten für Pflanzmaterial, Herstellung, Bewässerung, Pflege und Entwicklungskontrolle. Hinzu kommt, dass nicht jeder gepflanzte Jungbaum die Etablierungsphase erfolgreich durchläuft.

Sukzession als natürliche und ökonomische Chance

Eine zusätzliche Möglichkeit der Bestandserneuerung bietet die natürliche Verjüngung. Wo geeignete Gehölze spontan aufkommen, entstehen potenzielle Zukunftsbäume ohne die Kosten einer klassischen Pflanzung.

Die Esche ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Sie produziert zahlreiche geflügelte Früchte, die durch den Wind verbreitet werden. Ihre Sämlinge sind zunächst ausgesprochen schattentolerant und können auch unter bestehenden Gehölzbeständen überdauern. Verbessern sich die Lichtverhältnisse, reagieren sie häufig mit einem kräftigen Höhenwachstum.

Warum sollten wir solche Bäume anders behandeln als gepflanzte Jungbäume?

Wo eine spontan aufgekommene Esche einen geeigneten Standort gefunden hat, ausreichend Entwicklungsraum vorhanden ist und keine Nutzungskonflikte zu erwarten sind, sollte ihre Erhaltung ernsthaft geprüft werden. Wird sie frühzeitig in das Baumkataster aufgenommen, erhält eine Baumnummer und wird in die reguläre Jungbaumpflege integriert, kann sie sich zu einem wertvollen Bestandteil des zukünftigen Baumbestandes entwickeln. Natürlich ersetzt nicht jeder Wildaufwuchs eine geplante Baumpflanzung. Aber geeignete Sukzessionsgehölze können einen Teil der natürlichen Bestandserneuerung übernehmen und zugleich helfen, Pflanz- und Etablierungskosten zu reduzieren.

Was sagen die treeSPOT-Daten tatsächlich aus?

Die Zahlen sind keine wissenschaftliche Untersuchung des Eschentriebsterbens und erlauben keine eindeutige Zuordnung der Fällungsursachen. Sie zeigen auch nicht, wie viele Bäume im selben Zeitraum neu gepflanzt wurden oder durch natürliche Verjüngung hinzugekommen sind.

Sie liefern jedoch einen interessanten Vergleich: Der Anteil der über zehn Jahre dokumentierten Eschenfällungen liegt nahe am Durchschnitt aller erfassten Baumarten.

Für uns ist das ein guter Anlass, die Esche differenziert zu betrachten. Nicht jeder Befall bedeutet zwangsläufig das Ende eines Baumes. Und nicht jede Esche, die heute noch jung und unscheinbar erscheint, sollte bei der zukünftigen Entwicklung unserer Baumbestände übersehen werden.

Quellen und Literatur

Fachliteratur

Kutschera, L. & Lichtenegger, E. (2013): Wurzelatlas mitteleuropäischer Waldbäume und Sträucher. Graz: Leopold Stocker Verlag. Insbesondere S. 539–543.

Roloff, A. & Pietzarka, U. (1997): Fraxinus excelsior LINNÉ, 1753 – Gemeine Esche, Äsch. In: Roloff, A. et al. (Hrsg.): Enzyklopädie der Holzgewächse – Handbuch und Atlas der Dendrologie. Weinheim: WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA.

Weitere Quellen

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) (2026): Die Esche ist der Baum des Jahres 2027. Pressemitteilung vom 04.11.2026.

Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung: Informationen zur Gemeinen Esche und zur Wahl des Baumes des Jahres 2027. https://baum-des-jahres.de/

arborist.NRW (2026): treeSPOT-Baumkataster-Datenbank. Eigene Auswertung der über deutsche treeSPOT-Accounts erfassten Baumbestände und Fällungsdaten.

Baum des Jahres

Baum des Jahres

...Link für die kleinen und großen Baumfreunde!

Baum des Jahres 2027: Die Esche

...die offiziellen Seiten der Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung

 

Baum des Jahres 2026: Die Zitterpappel

Baum des Jahres 2025: Die Roteiche

Baum des Jahres 2024: Die Mehlbeere

Baum des Jahres 2023: Die Moor-Birke

Baum des Jahres 2022: Die Buche

Baum des Jahres 2021: Der Ilex

Baum des Jahres 2020: Die Robinie

Baum des Jahres 2019: Die Flatter-Ulme

Baum des Jahres 2018: Die Ess-Kastanie

Baum des Jahres 2017: die Fichte

Baum des Jahres 2016: Die Winterlinde

Baum des Jahres 2015: der Feldahorn

Vermehrung und natürliche Verjüngung

Die Gemeine Esche besitzt verschiedene Möglichkeiten, sich zu vermehren und ihren Lebensraum zu erweitern.

Ihre Früchte sind einsamige Flügelnüsse, die in dichten Fruchtständen hängen. Durch ihre besondere Form können sie vom Wind über größere Entfernungen verbreitet werden. Damit ist die Esche in der Lage, auch neu entstandene Freiflächen und geeignete Standorte selbständig zu besiedeln. Besonders interessant ist die natürliche Verjüngung. Junge Eschen erscheinen häufig dort, wo zunächst gar keine gezielte Pflanzung vorgesehen war: an Waldrändern, auf Böschungen, in lichten Gehölzbeständen oder auf ungenutzten Grundstücksflächen. In ihrer Jugend sind sie erstaunlich schattentolerant. Selbst unter einem geschlossenen Kronendach können sie längere Zeit überdauern. Sobald sich die Lichtverhältnisse verbessern, setzt häufig ein kräftiges Höhenwachstum ein.

Neben der Vermehrung über Samen verfügt die Esche über ein gutes Stockausschlagvermögen. Auch bodennahe oder teilweise eingegrabene Triebe können unter geeigneten Bedingungen Wurzeln bilden. Dadurch kann sie sich nach Beschädigungen oder Rückschnitten vegetativ regenerieren.

Eine Chance für das Baummanagement

Gerade im urbanen Raum sollten wir diese natürliche Verjüngungsleistung stärker beachten. Nicht jeder zukünftige Baum muss zwingend gepflanzt werden. Wo eine Esche zufällig auf einem grundsätzlich geeigneten Standort aufläuft, kann es sinnvoll sein, diesen jungen Baum zu erhalten und gezielt zu fördern.

Voraussetzung ist selbstverständlich eine fachliche Beurteilung: Der Standort muss langfristig geeignet sein, ausreichend Entwicklungsraum bieten und darf keine Nutzungskonflikte erwarten lassen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, spricht vieles dafür, solche Gehölze frühzeitig in das Baumkataster aufzunehmen, ihnen eine eindeutige Baumnummer zuzuweisen und sie in die reguläre Jungbaumpflege einzubeziehen.

So können aus zunächst unscheinbaren Sämlingen langfristig wertvolle Bäume entstehen. Gerade angesichts des Eschentriebsterbens sollten wir die Chance nutzen, die natürliche Verjüngung zu beobachten und geeignete Individuen zu erhalten.

Die Gemeine Esche ist weit mehr als ein wertvoller Holzlieferant. Sie ist Bestandteil zahlreicher heimischer Waldgesellschaften und übernimmt wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Besonders charakteristisch ist ihr Vorkommen in Auwäldern, an Bachläufen und auf nährstoffreichen Hangfußstandorten. Dort trägt sie zur Strukturvielfalt bei und bildet gemeinsam mit anderen Baumarten artenreiche Lebensgemeinschaften.

Ihr vergleichsweise nährstoffreiches Laub wird rasch zersetzt. Dadurch werden Nährstoffe dem Boden relativ schnell wieder zugeführt. Die Esche leistet damit einen Beitrag zum Stoffkreislauf und zur Bodenentwicklung. Auch ihre Wurzeln erfüllen wichtige Funktionen. Durch ihre intensive Verzweigung und die Ausbildung zahlreicher Feinwurzeln kann sie Böden gut erschließen und zur Bodenfestigung beitragen.

Alte Eschen bieten darüber hinaus mit ihrer Borke, Höhlungen, abgestorbenen Ästen und Totholz wertvolle Lebensräume. Zahlreiche Insekten, Pilze, Flechten und andere Organismen sind auf solche Strukturen angewiesen. Gerade deshalb ist der Rückgang der Esche nicht nur ein Verlust einzelner Bäume. Er kann sich auch auf die Zusammensetzung und Struktur ganzer Lebensgemeinschaften auswirken.

Der Erhalt möglichst vieler geeigneter und vitaler Eschen ist somit auch ein Beitrag zur biologischen Vielfalt.